LOEWE Zentrum für
Insektenbiotechnologie
& Bioressourcen

Risikoabschätzung von transgenen Insekten

Prof. Dr. Marc F. Schetelig − Emmy Noether-Programm

Die Emmy-Noether-Gruppe beschäftigt sich mit der Bekämpfung von Schadinsekten. Auf der einen Seite geht es um bedeutende Agrarschädlinge wie die Mittelmeerfruchtfliege, Ceratitis capitata, die ohne Bekämpfungsprogramme weltweit Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Auf der anderen Seite wird an Moskitoarten wie der Gelbfiebermücke Aedes aegypti geforscht. Aedes alleine verursacht ca. 100.000 Gelbfieber-Neuinfektionen und führt zu 22.000 Todesfällen pro Jahr.

Zur Bekämpfung von Insekten werden vorwiegend Insektizide und Pestizide eingesetzt, die jedoch negative Auswirkungen auf Mensch und Natur haben können und häufig zur Resistenzbildung führen. Eine erfolgversprechende und umweltfreundliche Alternative und Ergänzung ist die sterile Insektentechnik (SIT). Sie beruht auf der Massenfreisetzung steriler männlicher Artgenossen zur Reduktion der Wildtyp-Population. Neue genetische Ansätze eröffnen vielfältige Möglichkeiten um SIT Programme zu verbessern. Um die Sicherheit von transgenen Systemen zu erhöhen und verschiedene Systeme miteinander vergleichen zu können, entwickelt die Emmy-Noether-Gruppe Technologien zur Transgenstabilisierung und Risikoabschätzung der transgenen Insekten an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 

Forschungsschwerpunkte:

  • Risikoabschätzung von transgenen Insekten
  • Evaluierung von transgenen Technologien für Agrarschädlinge und Moskitos
  • Entwicklung molekularbiologischer Systeme zur Transgenstabilisierung

Gruppenleiter: Prof. Dr. Marc F. Schetelig
Mitarbeiter:

Dr. Irina Häcker

Dr. Josiane Etang

Tanja Rehling

Derya Arslan

Artem Kepsch

Alisa Rosenstengel

Johannes Schümann

Jens Zinn

Sponsor:

Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SCHE 1833/1)
Emmy Noether Programm - Deutsche Forschungsgemeinschaft

Humboldt Stiftung - HERMES